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Backlinks checken: Anleitung + kostenlose Tools (2026)

Silas ZamzowSilas Zamzow22. Juni 202611 Min. Lesezeit
Alpental in der Blauen Stunde in kühlen Slate-Tönen, über den Gipfeln spannt sich ein feines Netz leuchtender Verbindungslinien – ein Backlink-Profil als Landschaft.

Backlinks checken Schritt für Schritt: So sehen Sie Ihr Backlink-Profil ein, bewerten verweisende Domains und nutzen kostenlose Tools richtig. Praxisleitfaden 2026.

Die wichtigsten Kennzahlen im Backlink-Profil

Diese fünf Kennzahlen entscheiden, ob ein Backlink-Profil stark oder schwach ist. Wenn Sie sie verstehen, lesen Sie jeden Backlink-Report richtig.

Verweisende Domains statt reiner Link-Anzahl

Die Zahl der einzigartigen verlinkenden Domains korreliert in der Backlinko-Studie stärker mit guten Rankings als die reine Link-Anzahl. Der Grund: Jede neue Domain ist eine neue, unabhängige Empfehlung. Mehrere Links von derselben Seite zählen kaum zusätzlich.

Domain Rating (Ahrefs) und Domain Authority (Moz)

Beide Werte schätzen die Stärke einer Domain auf einer Skala von 0 bis 100. Das Domain Rating (DR) von Ahrefs bewertet die Stärke des Backlink-Profils einer Website. Die Domain Authority (DA) von Moz sagt die Ranking-Wahrscheinlichkeit voraus. Wichtig: Beide sind Tool-Kennzahlen, kein offizieller Google-Faktor. Nutzen Sie sie zum Vergleich, nicht als absolute Wahrheit.

Sichtbarkeitsindex (Sistrix) für den deutschen Markt

Für den deutschen Markt ist zusätzlich der Sistrix-Sichtbarkeitsindex relevant. Er gewichtet Links und Rankings nach ihrer tatsächlichen Sichtbarkeit in den deutschen Suchergebnissen und ist hierzulande ein verbreiteter Vergleichswert.

Dofollow, Nofollow und die rel-Attribute

Standard-Links sind "Dofollow" und geben Linkkraft weiter. Mit den Attributen sponsored (bezahlte Links), ugc (nutzergenerierte Inhalte) und nofollow kennzeichnen Websites Links, die Google anders behandeln soll. Seit 2020 wertet Google nofollow als Hinweis, nicht mehr als strikte Anweisung. Die genauen Definitionen stehen in der Google-Dokumentation. Ein natürliches Profil enthält eine Mischung aus allen Typen.

Der Ankertext-Mix

Die Verteilung der Linktexte verrät, ob ein Profil organisch gewachsen ist. Überwiegen Marken-, URL- und generische Anker, ist alles gesund. Dominieren exakte Keyword-Anker, riskieren Sie ein Spam-Signal.

Zur Einordnung, warum gute Backlinks so selten sind: Laut einer Analyse von 912 Millionen Beiträgen durch Backlinko und BuzzSumo haben 94 % aller Blogbeiträge null externe Backlinks. Wer also auch nur eine Handvoll Links von guten Quellen aufbaut, hebt sich bereits von der Masse ab.

Kostenlose vs. bezahlte Backlink-Checker: Lohnt sich das?

Für die meisten KMU reichen kostenlose Backlink-Checker für einen ersten Überblick. Bezahlte Tools lohnen sich erst, wenn Sie laufend optimieren, Wettbewerber beobachten oder Links systematisch aufbauen.

Was kostenlose Tools gut können: Sie liefern eine schnelle Momentaufnahme. Anzahl der verweisenden Domains, Top-Quellen, Dofollow/Nofollow-Verhältnis und die wichtigsten Ankertexte. Das genügt, um die Größenordnung Ihres Profils einzuschätzen und grobe Probleme zu erkennen. Der Nachteil: Die Link-Datenbanken sind kleiner, historische Daten fehlen meist und die Zahl der Abfragen ist begrenzt.

Wann sich ein bezahltes Tool rechnet: sobald Sie Backlinks über Monate verfolgen, gewonnene und verlorene Links überwachen, mehrere Wettbewerber vergleichen oder gezielt Link-Lücken zu Konkurrenten finden wollen. Die großen Suiten kosten allerdings schnell 100 Euro pro Monat und mehr, was für viele kleine Unternehmen erst ab einer gewissen SEO-Reife sinnvoll ist.

Unsere Empfehlung für KMU: Starten Sie kostenlos. Nutzen Sie die Search Console für die eigene Domain und einen kostenlosen Backlink-Checker für schnelle Stichproben. Erst wenn Backlinks ein fester Teil Ihrer Strategie werden, lohnt der Umstieg auf ein bezahltes Werkzeug.

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Fazit: Ihre Checkliste für den Backlink-Check

Backlinks zu checken ist kein Hexenwerk. Mit der Search Console und einem kostenlosen Backlink-Checker kommen Sie in einer halben Stunde zu einem belastbaren Bild Ihres Profils. Entscheidend ist, die richtigen Kennzahlen zu lesen und Qualität über Quantität zu stellen.

Ihre Checkliste

  1. Verweisende Domains und Gesamt-Backlinks notieren (Domains sind wichtiger)
  2. Stärke der verlinkenden Websites prüfen (DR/DA)
  3. Ankertext-Mix kontrollieren (überwiegend Marke, URL, generisch)
  4. Dofollow/Nofollow-Verhältnis checken (eine gesunde Mischung)
  5. Entwicklung über die Zeit beobachten (gleichmäßiges Wachstum)
  6. Toxische Links nicht vorschnell entwerten (Disavow nur bei Manual Action)
  7. Backlink-Stärke als Fundament für die KI-Sichtbarkeit nutzen

Starten Sie jetzt mit einer ersten Bestandsaufnahme: Der kostenlose Backlink-Checker von Growbase zeigt Ihnen verweisende Domains, Domain Rank und das Dofollow/Nofollow-Verhältnis in Sekunden. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre Website insgesamt in der klassischen und der KI-Suche dasteht, liefert die kostenlose Website-Analyse den vollständigen Überblick.

Häufige Fragen

Wie kann ich meine Backlinks kostenlos checken?

Für die eigene Website ist die Google Search Console unter 'Links' die zuverlässigste kostenlose Quelle, weil die Daten direkt von Google stammen. Für schnelle Stichproben (auch fremder Domains) nutzen Sie einen kostenlosen Backlink-Checker wie den von Growbase oder Seobility, der verweisende Domains, Top-Quellen und das Dofollow/Nofollow-Verhältnis anzeigt.

Wie viele Backlinks braucht eine Website?

Es gibt keine feste Zahl. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern die Zahl unterschiedlicher, themenrelevanter und vertrauenswürdiger verweisender Domains. Zum Vergleich: Laut Backlinko und BuzzSumo haben 94 % aller Blogbeiträge null externe Backlinks. Schon wenige gute Links heben Sie deutlich von der Masse ab.

Was ist ein gutes Backlink-Profil?

Ein gutes Profil wächst gleichmäßig, bezieht Links von vielen unterschiedlichen, themenrelevanten Domains und hat einen natürlichen Ankertext-Mix aus überwiegend Marken-, URL- und generischen Texten. Eine gesunde Mischung aus Dofollow- und Nofollow-Links gehört dazu. Exakte Keyword-Anker sollten die Ausnahme bleiben.

Lohnt sich ein bezahlter Backlink-Checker?

Für einen ersten Überblick reichen kostenlose Tools. Ein bezahltes Tool wie Ahrefs, Semrush oder Sistrix lohnt sich erst, wenn Sie Backlinks über Monate überwachen, gewonnene und verlorene Links verfolgen oder mehrere Wettbewerber systematisch vergleichen wollen.

Sollte ich toxische Backlinks per Disavow entfernen?

In den meisten Fällen nein. Google gibt an, dass die meisten Websites das Disavow-Tool nicht benötigen, weil schädliche Links automatisch ignoriert werden, und dass ein falscher Einsatz sogar schaden kann. Disavow ist nur sinnvoll, wenn Sie eine manuelle Maßnahme wegen unnatürlicher Links erhalten haben oder fest damit rechnen.

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Silas Zamzow
Silas Zamzow
Co-Founder · Growbase

Marketing studiert, vertieft in Paris. Verbindet Markenstrategie mit Produkt — damit Growbase wie ein CMO denkt.

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