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KI-Sichtbarkeit: Ihre Website ist nur eine von zehn Quellen

Louis MünchLouis Münch9. September 202612 Min. Lesezeit
Zehn schmale Zuflüsse in Blaustunden-Tönen laufen auf einen Punkt zu, einer davon hell hervorgehoben.

469 KI-Antworten ausgewertet: Nur 9 % der zitierten Quellen gehören dem genannten Unternehmen selbst. Was diese Zahl für Ihr Sichtbarkeitsbudget bedeutet.

KI-Sichtbarkeit: Ihre Website ist nur eine von zehn Quellen

Wenn Google eine KI-Antwort über Ihr Unternehmen zusammenstellt, zieht es dafür im Schnitt zehn Quellen heran. Eine davon ist Ihre eigene Website. In fünf Monaten Messung waren es kein einziges Mal mehr als zwei.

Diese Zahlen sind gemessen, nicht geschätzt. Wir haben 469 KI-Antworten von Google ausgewertet, die zu 218 verschiedenen Fragen über 14 Unternehmen ausgespielt wurden, und die 4.665 darin zitierten Quellen gezählt. 424 davon lagen auf der Domain des jeweils genannten Unternehmens. Das sind 9,0 %.

Diese eine Zahl verschiebt eine Budgetentscheidung, die viele Mittelständler gerade treffen. Der übliche Rat zur KI-Sichtbarkeit lautet: Bringen Sie Ihre Website in Ordnung, strukturieren Sie Ihre Inhalte, dann werden Sie zitiert. Der Rat ist nicht falsch. Er adressiert nur den kleineren Teil des Problems.

Auf einen Blick

  • In 469 ausgewerteten KI-Antworten stammten 9,0 % der zitierten Quellen vom genannten Unternehmen selbst.
  • In 414 Antworten war es genau eine eigene Quelle. Zwei waren es in fünf Antworten. Mehr nie.
  • Die übrigen 4.241 Zitate verteilten sich auf 666 fremde Domains.
  • 58 davon stellten zusammen die Hälfte dieser Zitate. Ein Drittel der Domains kam genau einmal vor und trug 5,0 % bei.
  • Wer sein gesamtes Sichtbarkeitsbudget auf die eigene Website legt, arbeitet an einem Zehntel der Antwort.

Was gemessen wurde, und was die Messung nicht hergibt

Die Daten stammen aus der KI-Sichtbarkeitsmessung, die in Growbase für unsere Kundinnen und Kunden läuft. Die Antworten werden über einen Datendienstleister abgerufen, der die KI-Ergebnisseiten von Google auswertet. Ausgewertet wurde der Zeitraum vom 8. März bis 5. August 2026, Region Deutschland, Sprache Deutsch. Ausgezählt haben wir am 9. September 2026.

Dieses zweite Datum gehört dazu, und zwar aus einem Grund, der für Ihre eigene Messung genauso gilt: Die Quellenliste einer KI-Antwort ist nichts Festes. Unsere Messung ruft dieselben Fragen wiederholt ab und schreibt die Quellen jeder Antwort neu. Wer denselben Zeitraum vier Wochen später auszählt, bekommt darum leicht andere Zahlen — zwischen dem 17. August und dem 9. September waren es 42 Zitate weniger, knapp ein Prozent. Der Anteil eigener Quellen blieb dabei unverändert bei 9,0 %. Verlangen Sie deshalb von jeder Zahl, die Ihnen jemand über KI-Sichtbarkeit nennt, zwei Daten: den Messzeitraum und den Tag der Auszählung.

Die Stichprobe umfasst 469 KI-Antworten zu 218 Fragen für 14 Unternehmen. Jede Antwort führt die Quellen mit, aus denen sie zusammengesetzt ist. In allen 469 Fällen waren Quellen vorhanden, im Schnitt 9,9 pro Antwort. Für die Auswertung haben wir jede zitierte Domain mit der hinterlegten Unternehmenswebsite verglichen.

Vier Einschränkungen gehören dazu, bevor Sie mit diesen Zahlen planen.

Vierzehn Unternehmen sind wenig. Das ist keine repräsentative Stichprobe des deutschen Mittelstands. Es ist eine Messreihe, die groß genug ist, um ein Muster sichtbar zu machen, und zu klein, um eine Branche zu beschreiben. Wenn Ihre eigene Messung abweicht, hat Ihre Messung recht.

Alle 469 Antworten stammen von Google. Zu ChatGPT und Perplexity liegt uns aus dieser Messreihe keine einzige Zeile vor. Deren Quellenauswahl funktioniert anders, unter anderem über einen anderen Suchindex, und ein Ergebnis von Google lässt sich darauf nicht ungeprüft übertragen. Wie sich die Systeme unterscheiden, steht im Vergleich von GEO und SEO.

Die Fragen sind nicht zufällig gewählt, sondern pro Unternehmen als relevante Suchfragen hinterlegt. Das verzerrt in eine bekannte Richtung, denn es sind Fragen, bei denen das Unternehmen eine Rolle spielt. In einem zufälligen Fragenset läge der Eigenanteil eher niedriger als höher.

Ein Zitat ist kein Besuch. Gezählt wurde, welche Quellen unter einer Antwort standen. Ob jemand darauf geklickt hat, sagt diese Messung nicht.

Eine von zehn, und nie mehr als zwei

Der Durchschnitt von 9,0 % verdeckt, wie eng die Verteilung tatsächlich ist. Ausgezählt nach Anzahl eigener Quellen je Antwort sieht sie so aus:

Eigene Quellen in der AntwortAntwortenAnteil
keine5010,7 %
eine41488,3 %
zwei51,1 %
mehr als zwei00 %

In 419 der 469 Antworten war die eigene Domain also mindestens einmal dabei. Das widerspricht der verbreiteten Sorge, von KI-Antworten schlicht übergangen zu werden. Diese Unternehmen wurden gefunden.

Sie waren nur fast nie mehr als eine Stimme unter zehn. Der zweite Platz kam in fünf von 469 Antworten vor, ein dritter in keiner einzigen.

Für die Budgetplanung ist das die entscheidende Zeile. Ob diese Grenze eine Regel des Systems ist oder ein Nebeneffekt der gemessenen Fragen, lässt sich aus 469 Antworten nicht sagen. Beobachtbar ist sie trotzdem, und sie ist stabil über fünf Monate und 14 Unternehmen.

Wenn Sie heute einen Platz haben, ist der maximale Gewinn aus weiterer Arbeit an Ihrer eigenen Website also ein zusätzlicher Platz, den in der Messreihe rund ein Prozent der Antworten überhaupt hergab. Von zehn.

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Warum die übliche Empfehlung den kleineren Teil adressiert

Suchen Sie im Netz nach KI-Sichtbarkeit, bekommen Sie fast überall dieselbe Antwort: strukturierte Daten auszeichnen, Inhalte in klare Frage-Antwort-Blöcke gliedern, Autorenschaft belegen, llms.txt anlegen. All das ist sinnvoll, all das erhöht die Chance, dass Ihre Seite als eine der zitierten Quellen taugt.

Nur beschreibt diese Arbeit den Weg zu einem Platz von zehn. Im günstigsten gemessenen Fall zu zweien.

Diese Empfehlung dominiert aus einem einfachen Grund. Sie beschreibt die einzige Fläche, auf die ein Dienstleister direkten Zugriff hat. Ihre Website kann eine Agentur umbauen. Was auf mehreren hundert fremden Domains über Sie steht, kann sie nicht umbauen.

Das macht die Empfehlung nicht wertlos. Es macht sie unvollständig, und zwar auf eine Weise, die Ihr Budget in die falsche Richtung lenkt. Wer sein Sichtbarkeitsbudget zu neunzig Prozent in die eigenen Seiten steckt, arbeitet an dem Zehntel der Antwort, das er ohnehin schon besetzt.

Die Frage, ob KI-Sichtbarkeit überhaupt Budget verdient, ist an anderer Stelle beantwortet: Warum KMU jetzt in GEO investieren müssen. Hier geht es um die Frage danach. Das Geld ist bewilligt. Wohin fließt es?

Wer die anderen neun Plätze besetzt

Die 4.241 Zitate, die nicht auf die Unternehmenswebsite entfielen, verteilten sich auf 666 verschiedene fremde Domains. Sechshundertsechsundsechzig Adressen klingen nach einer unlösbaren Aufgabe. Die Verteilung entschärft sie.

Denn die 666 wiegen sehr ungleich. 58 Domains stellten zusammen die Hälfte aller Fremdzitate. Am anderen Ende standen 210 Domains, die in fünf Monaten genau einmal vorkamen. Das ist ein Drittel aller Domains, die zusammen 5,0 % der Zitate beitrugen.

Damit lässt sich arbeiten. Sechzig Adressen sind ein Quartalsplan, siebenhundert sind es nicht. Wer sich vornimmt, überall vorzukommen, hat sich nichts vorgenommen.

Was auf diesen Domains steht, haben wir nur teilweise klassifiziert. Messbar ist: 16,0 % der Fremdzitate entfielen auf soziale Netzwerke und Videoplattformen, 1,1 % auf Wikipedia, 0,8 % auf große Marktplätze. Die übrigen gut vier Fünftel sind ein unsortierter Rest aus dem deutschen Web, den wir nicht nach Typ ausgewertet haben. Was dort im Einzelfall liegt, sehen Sie erst, wenn Sie Ihre eigene Liste anschauen, und genau deshalb muss sie Ihre sein und nicht unsere.

Wie Sie an diese Liste kommen, steht im Leitfaden zum AI-Mentions-Tracking.

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Der blinde Fleck: Sie sehen nur, was Sie abfragen

Eine Einschränkung dieser Messung ist zugleich ihre wichtigste praktische Lehre. Wir haben ausgewertet, welche Quellen unter Antworten auf 218 hinterlegte Fragen standen. Fragen, die niemand hinterlegt hat, tauchen in keiner Statistik auf.

Für Sie heißt das: Die Qualität Ihrer Messung hängt an der Qualität Ihres Fragensets, nicht an der Software. Ein Set aus zwanzig Fragen, die Ihre Vertriebsleute tatsächlich am Telefon hören, ist mehr wert als zweihundert aus einem Keyword-Werkzeug. Die erste Fassung schreiben Sie in einer Stunde, indem Sie den Vertrieb fragen, mit welchen Sätzen Interessenten in ein Gespräch einsteigen.

Drei Wege für das Budget, und wann welcher trägt

Die Verteilung legt drei Verwendungen nahe, die einander nicht ausschließen. Was sie unterscheidet, ist die Bedingung, unter der sie sich lohnen.

Zu den Aufwänden ein Vorbehalt: Die folgenden Stunden- und Wochenangaben sind Erfahrungswerte aus unserer Projektarbeit, keine Ergebnisse der Messreihe. Gemessen sind in diesem Artikel die Quellenanteile, nicht die Kosten.

Erstens, die eigene Seite zitierfähig machen. Der Weg, der in fast jedem Angebot steht. Sein Ertrag ist nach dieser Messung begrenzt: Wenn Ihre Domain bereits in den meisten Antworten Ihres Fragensets auftaucht, kaufen Sie damit höchstens den zweiten von zehn Plätzen, und den gab die Messreihe in etwa einem Prozent der Antworten her. Wirkung erfahrungsgemäß nach vier bis acht Wochen, weil die Inhalte erst neu erfasst werden müssen. Brechen Sie ab, sobald Ihre Domain in den meisten Antworten vorkommt. Das Handwerk dazu steht im GEO-Leitfaden für KMU.

Zweitens, die kurze Liste fremder Quellen bearbeiten. Der Weg, auf den die Zahlen zeigen, und der am seltensten angeboten wird. Ermitteln Sie die Domains, die in Ihren Antworten wiederholt zitiert werden, und arbeiten Sie an Ihrer Präsenz dort. Das ist selten Werbung. Meist ist es ein Verzeichniseintrag, der seit Jahren eine alte Adresse führt, eine Verbandsseite ohne Ihr aktuelles Leistungsprofil oder ein Vergleichsportal mit einer falschen Preisangabe. Die Arbeit ist unspektakulär und lässt sich in Personenstunden planen: Erfahrungsgemäß liegt eine Domain bei ein bis drei Stunden, eine Liste von zehn bis fünfzehn Domains also bei rund 10 bis 45 Stunden im ersten Durchgang. Sie greifen damit die neun Plätze an statt den einen. Brechen Sie ab, wenn nach zwei Messzyklen keine der bearbeiteten Domains anders zitiert wird, und prüfen Sie dann zuerst die Auswahl der Domains.

Drittens, eigene Quellen schaffen, auf die andere sich beziehen. Fachbeiträge auf fremden Flächen, veröffentlichte Zahlen, Daten, die jemand zitieren kann. Das ist der langsamste und teuerste Weg. Er lohnt sich nur, wenn Sie tatsächlich etwas wissen, das sonst niemand veröffentlicht. Wenn nicht, produzieren Sie Beiträge, die niemand zitiert. Wenn doch, verschafft er Ihnen Plätze, die kein Wettbewerber nachkaufen kann.

Für die Rechnung, welche dieser Ausgaben sich gegen welchen Umsatz verteidigen lässt, hilft die Methodik aus SEO-ROI berechnen.

Wann die eigene Seite doch der richtige Hebel ist

Es gibt einen Fall, in dem der erste Weg der einzig richtige ist: die 50 Antworten, in denen die eigene Domain überhaupt nicht vorkam.

Ob sich diese 50 auf wenige Unternehmen ballen oder gleichmäßig streuen, haben wir nicht ausgewertet, und für Ihre Entscheidung ist das auch nicht nötig. Nötig ist die Unterscheidung dahinter. Wer in den meisten Antworten mit einer Quelle vertreten ist und in einzelnen fehlt, hat ein Verteilungsproblem. Wer durchgehend fehlt, hat ein Zugangsproblem, weil die eigenen Inhalte als Quelle gar nicht in Betracht kommen: technisch nicht erfasst, thematisch nicht zuzuordnen oder als Beleg nicht belastbar.

Der Unterschied entscheidet über das gesamte Budget, und Sie stellen ihn in einer halben Stunde fest. Prüfen Sie ein Set von zehn bis zwanzig Fragen, bei denen Ihr Unternehmen eine sinnvolle Antwort wäre, und zählen Sie, in wie vielen davon Ihre Domain als Quelle auftaucht.

Liegt der Wert bei null, arbeiten Sie zuerst an der eigenen Seite. Struktur, Auszeichnung, nachvollziehbare Urheberschaft. Der Aufbau von Vertrauenssignalen ist in E-E-A-T für KMU beschrieben.

Liegt der Wert deutlich über null, ist die eigene Seite nicht Ihr Engpass. Dann gilt der Befund dieses Artikels, und Ihr Budget gehört überwiegend auf die andere Seite.

Die Entscheidung, die Sie diese Woche treffen können

Sie brauchen für diese Entscheidung kein Projekt. Sie brauchen zwei Zahlen aus Ihrer eigenen Messung, nicht aus unserer.

Die erste Zahl: In wie vielen Ihrer relevanten Fragen taucht Ihre Domain als Quelle auf? Das entscheidet zwischen Zugangsproblem und Verteilungsproblem, also zwischen Weg eins und den Wegen zwei und drei.

Die zweite Zahl: Welche fremden Domains werden in Ihren Antworten wiederholt zitiert, und wie viele davon tragen die Hälfte? In unserer Messreihe über 14 Unternehmen waren es 58 von 666. Bei einem einzelnen Unternehmen mit einem engeren Fragenset fällt die Liste kürzer aus, wie viel kürzer, haben wir nicht gemessen. Diese Liste ist Ihr Arbeitsplan für das nächste Quartal.

Was Sie an dieser Stelle nicht brauchen, ist ein Reporting über alle Plattformen. Unsere eigenen 469 Antworten stammen ausschließlich von Google, und diese Grundlage hat für eine Budgetentscheidung gereicht. Ein Messaufbau, der erst vollständig sein muss, bevor er benutzbar wird, verzögert die Entscheidung um Monate, in denen die Plätze von anderen besetzt werden.

Zur Einordnung der Dringlichkeit noch eine Beobachtung aus der Nachfrage, die wir am 17. August 2026 erhoben haben. Der Begriff „KI-Sichtbarkeit" kommt in Deutschland auf 140 Suchanfragen im Monat bei einem Klickpreis von 14,47 Euro. „AI Overviews" hat mit 1.900 Anfragen das dreizehnfache Volumen, kostet aber nur 3,91 Euro pro Klick. Was ein Werbetreibender für einen Klick zu zahlen bereit ist, sagt etwas darüber, wen er dort erwartet. Nach AI Overviews suchen Interessierte. Nach KI-Sichtbarkeit suchen Unternehmen mit Budget, und noch sind es wenige.

Häufige Fragen

Wie kommen Sie auf 9 %, und lässt sich das auf mein Unternehmen übertragen?

Wir haben 469 KI-Antworten aus Google AI Overviews ausgewertet, die zwischen dem 8. März und dem 5. August 2026 zu 218 Fragen über 14 Unternehmen in Deutschland ausgespielt wurden. Darin waren 4.665 Quellen zitiert, 424 davon auf der Domain des jeweils genannten Unternehmens. Vierzehn Unternehmen sind keine repräsentative Stichprobe, deshalb gilt der Wert als Größenordnung und nicht als Benchmark. Prüfen Sie ihn an Ihrem eigenen Fragenset nach. Weicht Ihre Messung ab, zählt Ihre.

Heißt das, Arbeit an der eigenen Website bringt nichts?

Nein. Sie ist die Voraussetzung dafür, überhaupt als Quelle in Frage zu kommen, und in den 50 Antworten ohne eigene Quelle ist sie der einzige sinnvolle Hebel. Die Messung sagt etwas über den Ertrag darüber hinaus: In fünf Monaten kam keine Antwort auf mehr als zwei eigene Quellen, und zwei erreichten nur fünf von 469 Antworten. Wer bereits eine Quelle stellt, kauft mit weiterer Arbeit an der eigenen Seite bestenfalls eine zweite von zehn.

Gilt der Befund auch für ChatGPT und Perplexity?

Das wissen wir aus dieser Messreihe nicht. Alle 469 ausgewerteten Antworten stammen von Google. Für ChatGPT und Perplexity liegt uns keine Zeile vor. Beide wählen ihre Quellen anders aus, unter anderem über einen anderen Suchindex, und ein Ergebnis von Google lässt sich darauf nicht ungeprüft übertragen.

Wie finde ich heraus, welche fremden Domains bei mir zählen?

Legen Sie ein Set von zehn bis zwanzig Fragen fest, bei denen Ihr Unternehmen eine sinnvolle Antwort wäre, und erfassen Sie über mehrere Wochen, welche Quellen unter den ausgespielten KI-Antworten stehen. Zählen Sie die Domains und sortieren Sie nach Häufigkeit. Die kurze Liste oben ist Ihr Arbeitsplan, der lange Schwanz ist Rauschen. In unserer Messreihe kamen 210 der 666 fremden Domains genau einmal vor und trugen zusammen 5,0 % der Zitate bei.

Wie lange dauert es, bis sich Arbeit an fremden Quellen in KI-Antworten zeigt?

Rechnen Sie mit vier bis zwölf Wochen, abhängig davon, wie oft die betreffende Domain neu erfasst wird. Ein korrigierter Verzeichniseintrag wirkt schneller als ein neuer Fachbeitrag. Setzen Sie vor Beginn einen Ausgangswert, sonst können Sie später keine Veränderung belegen. Wenn nach zwei Messzyklen keine der bearbeiteten Domains anders zitiert wird, prüfen Sie zuerst die Auswahl der Domains und nicht das Vorgehen.

Wir haben kein Marketingteam. Ist das ohne eigene Leute machbar?

Der zweite Weg ist der, der ohne Team am ehesten funktioniert, weil er aus abgrenzbaren Einzelaufgaben besteht: pro fremder Domain ein bis drei Stunden für Prüfung und Korrektur des eigenen Eintrags. Bei zehn bis fünfzehn Domains sind das zwei bis fünf Arbeitstage im ersten Durchgang, danach deutlich weniger. Der dritte Weg, eigene Inhalte auf fremden Flächen, braucht dagegen fachliche Substanz und regelmäßige Zeit und ist ohne Zuständigkeit im Haus schwer durchzuhalten.

Sollten wir dafür eine Agentur beauftragen?

Prüfen Sie zuerst, worauf sich das Angebot bezieht. Die meisten Leistungsverzeichnisse zur KI-Sichtbarkeit beschreiben Arbeit an Ihrer eigenen Website, also den Weg, dessen Ertrag bei zwei von zehn Plätzen gedeckelt ist. Fragen Sie konkret, ob die Arbeit an fremden Quellen enthalten ist, wem die Messreihe und das Fragenset nach Vertragsende gehören und ob eine Ausgangsmessung vor Beginn dokumentiert wird. Ohne diese drei Punkte lässt sich hinterher nicht feststellen, ob etwas gewirkt hat.

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Louis Münch
Louis Münch
Co-Founder · Growbase

Marketing studiert, vertieft in Barcelona. Übersetzt Marketing-Wissen in Technik — und baut die Engine hinter Alto.

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